Nice-Reis in China

20. Juli 2009

BuddhaEdenGarden oder Jardim da Paz

Gespeichert unter: Uncategorized — jokurth @ 06:30

Der Titel ist nicht von mir, sondern so heisst ein „Projekt“ von einem Herrn José Berardo aus Portugal, das er auf seiner Quinta dos Loridos bei Bombarral (nördl. von Lisboa)  hat realisieren lassen.  Mir ist die Vermischung Buddha-Eden unheimlich, sie mag mit Marketing zu tun haben.  Auf der Quinta (Wein & Korkeichenwäldchen) stehen ca. 700 Terrakotta-Soldaten und ca. 350 Statuen (Buddha, Heilige, Mönche aus Granit, in China gehauen). Warum geben die Texte zum Park das Gewicht der Statuen an: 5500 t ?? Ein schöner Park, eine heitere Landschaft und keine schlechte Idee, dorthin die Buddha-Statuen zu stellen. Die Widersprüchlichkeit Korkeichen und Chinoiserien oder das katholische Portugal und buddhistische Heilige – das tut eine gute Wirkung.

Schauen wir uns einige Fotos an.

Quinta dos Loridos

Quinta dos Loridos

Terrakotta-Soldaten, die oberhalb vom See stehen

Terrakotta-Soldaten, die oberhalb vom See stehen

Eine Reihe in meditative Ruhe versunkene Mönche (?)

Eine Reihe in meditative Ruhe versunkene Mönche (?)

Ruhender

Ruhender

Betende ...

Betende ...

Luo Ping.Visionen eines Exzentrikers (1733-1799)

Gespeichert unter: Uncategorized — jokurth @ 06:03

Guten Tag, nicht aus China, sondern leider nur aus dem wahnsinnig sonnigem und sommerlichen Nordportugal, wohin ich, aus Gründen der modernen Kommunikationstechniken auch den schwergewichtigen und somit unhandigen, jedoch zweifellos wunderbaren & -schönen Katalog jenes allseits unbekannten chinesischen Malers LUO PING gesandt bekommen habe!

Darüber demnaechst noch einige Informationen. Heute nur der Buchhinweis:  Karlsson/Murck/Matteini (Hg):  LUO  PING. Visionen eines Exzentrikers (1733-1799). Museum Rietberg Zürich, 2009. 42.- €

Luo Ping Ameisen

Luo Ping Ameisen

Luo Ping: Betrunkener Zhong Kui

Luo Ping: Betrunkener Zhong Kui

Luo Ping 13598289

10. April 2009

Luo Ping, der Maler und Luoping, der Ort

Gespeichert unter: Uncategorized — jokurth @ 05:28

Man lernt nie aus, so wird man klüger. In dem mir bis heute unbekannten Museum Rietberg  (Zürich, Partnerstadt von KUNMING!) wird ein chinesischer Maler Luo Ping (1733-1799) ausgestellt (ja,ja, einige seiner Gemälde). Wenn man das, was man finden kann, betrachtet, dann denkt man, warum kannte man diesen Maler nicht? Seine Bilder sind erfrischend und lebendig und es verwundert, dass es in Europa noch keine Ausstellung gegeben hat.

Hanshan und Shide, 2 buddhistische Heilige, nicht "heilig"

Hanshan und Shide, 2 buddhistische Heilige, nicht "heilig"

http://www.stadt-zuerich.ch/content/kultur/de/index/institutionen/museum_rietberg/presse/pt_luo/pressebilder_luo_ping.html#downloads

Dann der Ort -Luoping- in jener hinreissenden Landschaft im Osten Yunnans, Reis-und Rapsterrassen so malerisch, dass sich wohl alle Fotografierer als Künstler versucht haben. Dort war ich nicht, aber dorthin muss ich noch:

Rolling rapeseed farms at Hundred Thousand Hills, 十万大山

Rolling rapeseed farms at Hundred Thousand Hills, 十万大山

http://chinabackpacker.info/galleryNew/main.php?g2_itemId=730

Und es fehlt der Artikel über Gu Hongming (chines. Intellektueller, der darüber nachdachte, wie Europa aus dem scheusslichen 1.Weltkrieg herauskommen könnte) und mein Besuch im vorzüglichen Eisenbahnmuseum von Kunming, über Parks & das Einkaufswesen und Architektonisches in Kunming…und Neuigkeiten aus Kunming und China…

31. März 2009

GELD her – oder das LEBEN!

Gespeichert unter: Uncategorized — jokurth @ 05:12
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Da staunt man aber nun wirklich. Die immer interessante und neugierige und aufklärende Journalistin Gabriele Goettle hat ein wenig über eben nicht ‘unser aller liebes’ Geld nachgedacht und in der taz vom 30.3.09 einen vollständig klugen Artikel verfasst – so gut und dergestalt be-eindruckend, dass wir ihn auch hier veröffentlichen und uns dabei die einfache Frage stellen: könnte denn solch ein Artikel auch im so anderen (?), so wunderbaren CHINA erscheinen? Oder ist meine Frage nur naiv, albern, westlich-arrogant? Jedenfalls ist die vom Kapitalismus haus- gemachte Krise  in China angekommen und wirbelt die Gesellschaft auseinander. Gestern noch solidarisch – heute schon egomanisch. Ai Wei Wei scheint keine Hoffnung mehr zu haben, dass China vielleicht am Ende doch diesen Kapitalismus überwinden wird helfen können. (s.Die ZEIT, diese Woche)

Hier einstweilen Goettles grossartiger Artikel:

30.03.2009 taz

Der Schein trügt

Überlegungen zur Lage und zum Geld

VON GABRIELE GOETTLE

Goethe lässt seinen Mephisto im Faust II den Schöpfungsakt des Papiergeldes mit folgenden Worten begleiten:

„Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.

Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand,

Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland.“

Als Vorlage dafür diente ihm der ganz ähnliche Schöpfungsakt des Schotten John Law (1671-1729), der sich sowohl mit Ökonomie beschäftigte als auch ein professioneller Glücksspieler war. In einem Pariser Spielkasino lernte er den Herzog von Orléans kennen, der 1715 Regent von Frankreich wurde und einen Schuldenberg von 2,8 Milliarden Livres vorfand, den der Sonnenkönig hinterlassen hatte. Um den Staatsbankrott zu verhindern, darf Law seine Idee verwirklichen, das erste große Papiergeldexperiment in Europa, ohne Gold- oder Silberdeckung. Zugleich gründete er Kolonialgesellschaften, gab Aktien aus, was zu einem enormen spekulativen Aufschwung führte, der 1720 mit einem großen Bankenskandal und Inflationsdesaster endete. Voltaire bemerkte dazu: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – zu null.“

(mehr…)

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