
Einladung zum Picknick; am Morgen aber war's nebelig!

Man erkennt: Chinesen lieben Palmen

Mutter fotografiert zum x.ten Male ihr Prinzesschen

Über-und Durchblick im Tropenpark

Eine majesstätische Palme

Ich kam also in den Genuss eines Ausflugs in einen botanischen Naturpark (Regenwald), in ein Nationalitaetendorf der Dai (Thai) in ein laendliches Restaurant, in ein JadeVerkaufszentrum und in eine Kaffeefabrik. Zusammen mit einem ohne Zweifel netten lieben und zurueckhaltenden Fuehrer und 30 Chinesen von verschiedenen Hotels. Die Fahrt startete puenktlich und schnell kamen wir ueber den Highway zum botanischen Naturpark…im Fruehnebel. Es waren schon eine Menge Busse auf dem Parkplatz (jaehrlich mehr als 500.000 Besucher!) und ich befuerchtete mehr Menschen als Baeume. Aber nein, der Park befindet sich wirklich in einem riesengrossen Gebiet und hat die unterschiedlichsten Baum-Strauch-Pflanz-Blumen-Arten aus allen tropischen Ecken & Enden dieser Welt. Ich war ueberwaeltigt und bin sehr gluecklich, dass ich diesen „sinnlosen“ Ueberfluss an Wachstum, an Leben sehen-riechen-fuehlen-schmecken- erfassen-fotografieren konnte!
Die eine etwas groessere Gruppe zog die offenen Elektrokarren vor, wir anderen erwanderten alles mithilfe eines Fuehrers, der wohl zur „Thai-Minderheit“ gehoert. Auch dieser ein ausserordentlich lieber Mensch, der, obwohl sein englisch schwaechelte, mir immer wieder versuchte, das soeben auf chinesisch Gesagte zu erklaeren. Ich danke es ihm auch hier noch einmal ausdruecklich! Einige wenige Fotos geben wenigstens eine „Idee“ von diesem gut behandelten/gepflegten botanischen Garten.
Dann war es Zeit zum Mittagessen, welches so heilig wie Fruehstueck und Abendessen ist (dreimal warme Mahlzeiten und dabei sowenige Dicke). Es wurde an jenen grossen, 10 Personen fassenden runden Tischen serviert und war von recht erstaunlicher Qualitaet. Meine chinesischen Freunde laesterten ziemlich, aber ich als Nicht-Spezialist fuer chineische Kueche fands ganz gut. Uebrigens, beim Einkaufen erweisen sich Chinesen als fuerchterlich kritisch. Da wird kein gutes Haar am zu Kaufenden gelassen und dass gewiss nicht nur, um den Preis noch etwas zu druecken, sondern einfach, weil ihm Qualitaet wichtig ist. Was es gab? Fisch, staebchengerecht; Suppe, Mantou (‘Dampfnudeln’), Doufu, scharfes Gemuese, Sojasprossen, heftigen Kohl, Unbekanntes, etwas Fleisch, Suppe,???)
Dann wurde die Fahrt haerter, denn die Strasse windete sich wie eine Schlange und diejenigen, die sofort ein Mittagsnickerchen halten wollten, wurden immer wieder verstoert, aber nicht dauernd, weil der gewoehnliche chinesische Mensch in allen Lagen zu schlafen imstand ist! In voller Tageshitze kamen wir im Thaidorf an und wurden durch eine „Einfuehrung“ empfangen. Darueber morgen oder die Tage mehr und noch mehr wie das Abenteuer in einer ungewoehnlichen „KAFFEE-FAHRT“ (ver)endete
Joachim Kurth, Kunming am um 16.30 h…
…Aus dem Morgen wurde ein anderer Tag und noch einer und heute ist Samstag, der 7.3.09, schon wieder eine Woche in einem Land, in dem ich alles verstehe und verstanden werde!
Also zunächst ins Jadeznetrum am Stadtrand von Jinhong. Das „Gewöhnliche“, eine junge Frau empfäengt uns, jeder erhält eine „Kundennummer“ und hinein gehts ins Getümmel & Gewühl. Einige Busladungen sind schon im grossen Saal. Schaut man ein Schmuckstück länger an, wird man sogleich von Verkäufern angesprochen, der Handel soll beginnen. Ich gehe schnell an den unendlichen Vitrinen vorbei und sehe anschliessend, dass von unserer Gruppe kaum jemand etwas erstanden hat!
Der folgende Halt ist bei der Kaffee-Fabrik, die die (demnächst sicher hoch geschätzte) Kaffebohne Yunnans verarbeitet. Auch hier wieder Empfangsdame & Kundennummer und dann sollte der Einführungsvortrag „Die Geschichte des Kaffees unter besonderer Berücksichtigung Chinas usw“ starten; didaktische Tafeln, Bilder, Tabellen, Grafiken hingen von den Wänden herab. Nicht nur mich zog es magisch in den Ort, woher es wirklich verführerisch nach Kaffee duftete! Hier bekam jeder Besucher ein kleines Probebecherchen Kaffee. Kaffee?? Es war eine der beliebten (?) Instant-Kaffee-Mischungen, sie schmeckte irgendwie nach Cocos & Milch, warum auch nicht. Danach gelangte man in den Haupt-Vorführ-und-VerkaufsRaum. Oh, welch Gelärm, was für ein Lärmpegel! Die vielen Kunden mit ihren Fragen, die vielen Mädchen, die mit einem am Kopf befestigten Lautsprecher ihr Sprüchlein hersagen für ein einziges Produktlein aus der vielseitigen Warenpalette. Es ist die schiere Fliessbandorganisation. Zwischendrin wieder ein Probeschlückchen, es schmeckt entfernt nach Kaffee. Nun gut, die Geschmäcker sind verschieden und Chinesen sind Teetrinker und beginnen erst mit dem Kaffeegenuss. Weil die Fabrik gleich an die Begleiter zu einer Tasse Kaffee gedacht hat, gibt es auch wundervoll verpackte Kuchen- oder Keks-Angebote und noch betörender, praktische Päckchen, in denen Kaffeemischungen plus Süsskram schlummern.
Sicher, es gab auch „echten“ Bohnenkaffee, gemahlen und als Bohne, der, gar nicht mehr sonderbar, teurer als im US-Supermarkt Wallmart war. Ich glaubte, dass könne doch niemandes Kaufreize auslösen. Es konnte und zwar in hohem Masse, noch in Beijing (in Kunming sowieso) sah ich zufriedene Käufer mit eben jenen Päckchen aus der Yunnan-Fabrik!
Nicht zu vergessen, am Ausgang waren die Kundenummern abzugeben. Fotos durften nicht gemacht werden – man merkt die Absicht und??? – das eine muss ich erst noch finden…